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Test: Liftboy

Seite 1Seite 2 Fazit

Test: Liftboy
Auf und nieder...


von: Florian Mai

Gerade in späteren Levels wird der Aufzug gerammelt voll und man sollte sich eigentlich eine clevere Strategie ausdenken, um möglichst viele „Kunden“ möglichst schnell und effektiv zu ihrem Ziel zu bringen. Basiert doch das gesamte Spielprinzip von Liftboy genau auf diesem Prinzip des effektiven Be- und Entladens. Nur wer die Passagiere nicht zu lange warten lässt, bekommt ein ordentliches Trinkgeld und damit Punkte gut geschrieben. Je mehr Zeit man vertrödelt, desto tiefer sinkt die Laune der Hotelgäste. Treibt man das Ganze auf die Spitze - was bei der ganzen Hektik oft unvermeidbar bist -, hagelt es sogar eine Beschwerde an die Hotelleitung, und der Spieler wird mit Minuspunkten abgestraft. Die Masse an Passagieren und die stetige Hektik sorgen leider dafür, dass ein koordiniertes Vorgehen sehr schnell sehr schwierig wird. Dank des rappelvollen Abteils ertappt man sich oft dabei, die Stockwerke einfach auf gut Glück anzufahren. Das Trinkgeld lässt sich also nur sehr bedingt durch spielerisches Können beeinflussen. Auch gut gemeinte Spielelemente wie das Rufen eines Mechanikers oder Small Talk tragen eher zum Chaos als zur Bereicherung des Spiels bei. So wird das Gefährt ab und an mal von technischen Störungen geplagt, die ein Techniker nur bei einer Leerfahrt lösen kann. Da der Aufzug aber nahezu immer gefüllt ist, wird die Reparatur zu einem Glücksspiel. Man hat auch die Möglichkeit, mit seinen Gästen über diverse Themen zu quatschen und so sein Trinkgeld aufbessern. Anhand des Aussehens muss man dabei das richtige Interessengebiet des Gastes einschätzen und drauflosplappern. Da sich die Themenauswahl arg umständlich gestaltet, ist die Fahrt meistens schon zu Ende, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat.

Technisch macht der Titel eine durchaus gute Figur. Die gestochen scharfen Bitmaps prahlen mit witzigen Animationen, bei denen man die Laune der Gäste sogar an ihren Gesichtszügen erkennen kann. Eine breite Palette von aberwitzig gestalteten Gästen lässt einen bei der Aufzugfahrt immer wieder schmunzeln. Sogar der „Flitzer“ im Adamskostüm hat einen kleinen Gastauftritt. Akustisch werden die Fahrten von einem netten Jazz-Soundtrack untermalt.

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