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Test: SolaRola

Seite 1 Fazit

Test: SolaRola
Schräge Kugeln mit Sinn für Physik


von: Patrick Drexler

SolaRola wirkt auf den ersten Blick wie ein einfacher Abklatsch von LocoRoco, doch entwickelt der Titel in seinem Verlauf seinen eigenen Charme. Ein grüner und ein roter Blob rollen durch die Welten und reisen mit ihrem Raumschiff durch die Galaxie um den sechs großen Wächtern zu helfen. Und das tun sie auch, und während sie das tun können sie sich ihre lustigen Gespräche und Kommentare einfach nicht verkneifen. Ein Jump'n'Run, dass uns zum Lachen bringt.

Schond er Name SolaRola erinnert verdächtig an Sonys Paradespiel LocoRoco für die PSP. Das Handygame klaut das Spielprinzip des abgedrehten Jump'n'Runs, in dem man die Welt in unterschiedliche Richtungen neigt anstatt den Charakter vor, zurück und seitwärts zu bewegen. Doch lässt sich mit den Blobs, Wiz und Waz, über Hindernisse und tiefe Schluchten springen.

Der Titel nimmt sich selbst nicht ernst und dementsprechend absurd ist die Geschichte. Die beiden Blobs, deren Ähnlichkeit mit Kirby sich nicht verbergen lässt, geistern mit einem Raumschiff durch das Weltall und reißen Witze. Doch die heitere Atmosphäre wird durch den Hilferuf von einem der sechs großen Wächter der Galaxie durchbrochen, der ehrfürchtig ihre Hilfe erbittet. Mit Selbstverständnis bewegen sich die Zwei in Richtung des Wächters um gegen "Ping den Gnadelosen" anzutreten. Doch wie sich später herausstellt, ist er nicht der einzige Entführte, auch die anderen Wächter bitten um Hilfe, die sie natürlich auch bekommen.

Durch die Anwendung von möglichst realitätsgetreuer Physik lassen sich die Welten kippen und die schleimigen Blobs durch die Welten manövrieren, und das macht Spaß, wenn es auch stellenweise kleinere Aussetzer gibt. Damit glänzt der Titel in allen relevanten Belangen und weiß auch über einen längeren Zeitraum hinweg zu begeistern. Insgesamt stehen SpielerInnen 25 Missionen bevor und warten darauf, mit den beiden Kreaturen durchrollt zu werden. Damit das Spiel in seinem Verlauf nicht an Witz verliert, hat man niemanden geringeres als Andrew Walsh angeheuert, der nicht nur im Filmgeschäft als Geschichtenerzähler tätig ist sondern auch schon für die Videospielbranche so einiges, vor allem unter Electronic Arts, geleistet hat.

Die Präsentation lässt sich durchwegs als gelungen bezeichnen, die Comic-lastige Grafik ist stilvoll in Szene gesetzt und kann mit jener von LocoRoco mithalten, zumindest fast. Mindestens genauso toll ist der Sound der auch nach stundenlangem Spielen einfach nicht langweilig wird.
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