Test: Rafa Nadal Tennis Spiel, Satz und Doppelsieg?
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von: Florian Mai |
Doch bevor man sich seinem ersten virtuellen Gegner stellen darf, zwingt einen der Titel zunächst ein kleines Training zu absolvieren – und das ist auch gut so! Wer nun vorschnell vermutet, die Steuerung von Rafa Nadal Tennis sei deshalb unglaublich verzwickt, kompliziert oder feinfühlig, der liegt völlig falsch. Das Kontrollkonzept wurde perfekt auf die Bedürfnisse des minimalsitischen Bildschirms und den Minitasten eines modernen Handys angepasst. So genügt ein simpler Druck auf den Aktionsknopf und der Spieler jagt ganz automatisch dem Filzball auf dem Spielfeld hinterher. Natürlich darf man trotzdem jederzeit mit dem Joystick aktiv in die Bewegungen eingreifen um Laufwege abzukürzen um so seinen Spieler in eine bessere Schlagposition zu bringen. Seine wahre Stärke zeigt das Kontrollkonzept aber erst beim Schlag selbst. So setzt der virtuelle Sportler auf Wunsch zwar ebenfalls automatisch zum Schlag an, der Spieler darf dann aber durch entsprechende Joystick-Kommandos die Schlagstärke, Schlagart und vor allem auch Schlagrichtung des Balls selbst bestimmen um seinen Gegner so aus der Reserve zu locken. Nach nur wenigen Ballwechseln geht das neue Spielgefühl in Fleisch und Blut über und erlaubt sogar taktisch angehauchte Kombinationen. Auch in Hinblick auf die gesamte Präsentation spielt der Titel ganz oben mit. Angefangen von den sauberen und stilvollen Menüs, über die vielen unterschiedlichen Platzbeläge bis hin zu den detailliert animierten Spielerbitmaps – das Komplettpaket simmt. Einzig ein paar mehr Spielerportraits hätten dem Weltmeisterschaftsmodus ein bisschen lebhafter gemacht. Der Titel beweist einmal mehr eindrucksvoll, dass eine moderne Optik nicht unbedingt aus 3D-Polygonen bestehen muss.
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