| Need for Speed - Carbon - Der neue King of Drift | |
| 13.12.2006 | |
| Auf Konsole und PC schon längst ein Hit, jagen die aufgemotzten Boliden aus Need for Speed Carbon in feinstem 3D-Gewand nun auch über den Handy-Bildschirm. EA erfüllt nun schon seit über zehn Jahren das „Need for Speed“ von virtuellen PS-Fans. Wer sich solange im hart umkämpften Feld der Rennspiele halten kann, der muss natürlich mit der Zeit gehen. Was 1995 mit einem netten Straßenrenner seinen Anfang nahm, hat sich inzwischen zu einem knallharten, voll durchgestylten Tuning-Racer entwickelt. Auch Handypiloten klemmen sich hinters Steuer und feiern mit „Carbon“ den neuen King of Drift. Angelehnt an die großen Konsolenvorbilder präsentiert sich auch der neueste Teil der Need-for-Speed-Serie deutlich düsterer, böser und cooler als seine eher biederen Vorgänger. Anstatt in offiziellen Rennen um Platzierungen und Pokale zu kämpfen, geht es in Carbon um die dicke Knete, heiße Mädels und persönliche Fehden, die auf der Straße ausgetragen werden. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines typischen Underground-Racers, der im nächtlichen Großstadtverkehr in illegalen Rennen seinen Kick sucht. Bevor man jedoch die Reifen zum Qualmen bringt, entscheidet man sich für einen PS-starken Untersatz. Dank dicker Lizenz darf man sogar in Originalboliden Platz nehmen. Autofans bekommen bei den für ein Handyspiel sehr detaillierten Modellen eines Porsche GT oder Mitsubishi Lancer fast schon feuchte Augen. Jetzt noch kurz die Story in Form von ein paar Dialogen vorantreiben und schon darf der Spieler den Gasfuß durchdrücken. Auf der Strecke fühlen sich erfahrene Handy-Racer sofort heimisch. Aus der typischen Heckansicht verfolgt man das Rennen. Gasgeben übernimmt die Automatik, Bremsen und Lenken funktionieren mit dem Joystick am besten. Bei den Rennen an sich handelt es sich um typische Platzierungsrennen, die in regelmäßigen Abständen von „Endbossduellen“ unterbrochen werden. Bei diesen „Fights“ versucht man, seinen Kontrahenten auf einer engen, kurvenreichen Strecke abzuhängen. Getreu dem Motto „kein Tuning-Racer ohne Drifts“ darf man sich mit gedrückter „5“-Taste in die Kurven legen und so nicht nur Zeit, sondern auch Bonus-Kohle gutmachen. Diese Finanzspritze hat man auch bitter nötig, ist sie doch neben dem Preisgeld die einzige Einnahmequelle, die man in ein reichhaltiges Tuningangebot umsetzt. Besserer Motor, dickere Reifen oder eine Tieferlegung – die Jungs in der Werkstatt erfüllen jeden Wunsch. Regelmäßiges Aufrüsten ist auch bitter nötig, sonst fährt einem die Konkurrenz schon nach wenigen Rennen auf und davon. Fies, fieser, Carbon Der Titel legt den Begriff „Gesetz der Straße“ einmal anders aus. Sollte trotz aller fahrerischer Künste der Sieg doch einmal in Gefahr sein, darf man sich immer noch aus einer ganzen Kiste an fiesen Tricks bedienen. Angefangen vom eher harmlosen Nitroboost bis hin zur Straßenblockade durch Gangmitglieder - unfair, aber effektiv! Die Präsentation ist auf dem Mobiltelefon neue Referenz. Sahen die Autos aus Gamelofts Asphalt-Racer schon verteufelt gut aus, setzen die 3D-Städte und vor allem Fahrzeuge aus dem EA-Titel noch einmal einen drauf. Auch die Akustik passt dank düsterer Hip-Hop-Sounds perfekt zur Atmosphäre des Spiels. Schön schnell, schön fies Bei Need for Speed Carbon stimmt einfach alles. Angefangen bei der rundum gelungenen Präsentation über das stylische Setting und die große Auswahl an Strecken bis hin zu den kleinen, fiesen Helferchen. Auch die Steuerung samt Drift-Funktion geht locker von der Hand - stets hat man das Gefühl, den Ausgang des Rennens tatsächlich durch sein fahrerisches Geschick beeinflussen zu können. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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