| Anno 1701 - Innovative Südseestrategie | |
| 05.11.2006 | |
| Taktisches Inselspringen, Schiffskämpfe und jede Menge Innovationen sollen auch diesen Teil der Anno-Serie zum Hit machen. Vor gerade einmal fünf Monaten hat Kaasa mit Anno 1602 eindrucksvoll bewiesen, dass man auch komplexe Strategiespiele problemlos auf ein Handy umsetzen kann. Der Titel sahnte in unserem Test eine Traumwertung ab, sollte aber nur als Generalprobe dienen. Zeitgleich mit der PC-Version von Anno 1701 erscheint nun die mobile Variante des Handelsspiels. Mit einer aufgebohrten Optik und einem innovativen Connectivity-Feature verschmelzen nun endgültig die Welten von PC- und Handy-Spielern. Genau wie im Vorgänger übernimmt der Spieler die Rolle eines gut betuchten Aristokraten, der sich auf das Besetzen profitabler Inseln mitten in einem paradiesischen Südeseeszenario spezialisiert hat. In Form einer fordernden Handelssimulation werden Rohstoffe gescheffelt, verkauft und in einen schlagkräftigen Militärapparat investiert. Rundenbasierend entscheidet der Spieler welche Insel er als nächstes erobern möchte und ob er diese lieber zu einem Militärstützpunkt oder einem Handelsstützpunkt ausbaut. Nur mit der richtigen Mischung aus beiden Inseltypen kann man im Verlauf des Spiels gegen die aggressiven Gegner bestehen. Tummeln sich nämlich zunächst noch relativ viele herrenlose Flecken auf der Weltkarte, sind schon nach ein paar Spielzügen kriegerische Auseinandersetzungen nicht mehr zu vermeiden. So zieht man mit einer Flotte an Kriegsschiffen in den Kampf und muss sich hin und wieder zusätzlich mit Naturkatastrophen wie Erbeben oder Vulkanausbrüchen herumschlagen. Ein flinker Finger spart bare Münze Ebenfalls aus der mobilen Version von Anno 1602 bekannt ist die Tatsache, dass der Spieler Handelsgeschäfte, Bauaufträge und natürlich Gefechte direkt beeinflussen kann. In simpel gestrickten Minispielen versucht man, sein voll beladenes Handelsschiff durch enge Kanäle zu bugsieren, seine Eisenmine unter Zeitdruck selbst zusammenzupuzzlen und den Kanonenkugeln der Küstenverteidigung auszuweichen. Strategen ohne eine Vorliebe für solche Actioneinlagen haben aber wie immer die Möglichkeit, den Geldsack zu zücken und das Ganze vom Computer erledigen zu lassen. Zocken muss belohnt werden! Bisher hebt sich der Nachfolger also nicht wirklich von seinem exzellenten Vorgänger ab. Eigentlich nichts Schlechtes, dennoch wünscht man sich ein wenig Innovation. Genau da kommt das Connectivity-Feature von Anno 1701 ins Spiel. Erfolgreiche Strategen sammeln in der mobilen Version fleißig Bonus-Taler, die sie via WAP oder mit einem Code in das PC-Spiel übertragen dürfen. Dort erhöhen diese das Konto eines beliebigen Spielstandes. Unsere Review-Version für das Sony K800i konnte technisch im Vergleich zum Vorgänger noch einmal zulegen. Dank einer hohen Auflösung lassen sich auf den vorgerenderten Inseln Unmengen an Details erkennen. Da wollen die traditionellen Bitmaps in den Minispielen schon fast gar nicht mehr dazu passen. Als erstes Handy-Spiel kann Anno 1701 mit einem echten Render-Intro aufwarten – beeindruckend! Akustisch wird das Seefahrertreiben von passenden Melodien unterlegt. Never change a winning team Es sieht so aus, als wäre die mobile Variante von Anno 1602 tatsächlich nur eine Art Generalprobe für den Nachfolger gewesen. Wirklich viel hat sich nämlich nicht verändert. Immer noch springen expansionslüsterne Aristokraten von Insel zu Insel, erbeuten Rohstoffe und führen den ein oder anderen Krieg. So macht der Inseltrip noch genauso viel Spaß wie sein Vorgänger. Mit dem Connecitvity-Feature kann der Titel dennoch mit einer genialen Innovation aufwarten, bei der zwei unterschiedliche Plattformen miteinander verschmelzen. | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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