| Manic Medic - Herrlich hektisches Klinik-Chaos | |
| 20.10.2006 | |
| Schlüpft in die Rolle eines verpeilten Doktors und fertigt Patienten gleich im Dutzend ab. Mit Diner Dash hat uns Glu Mobile vor ein paar Monaten gezeigt, wie stressig der Alltag einer einfachen Imbiss-Bedienung sein kann. Die Games-Spezialisten von Infospace greifen das geniale Spielprinzip auf. Sie wollen beweisen, dass so ein bisschen Geschirr hin und her schubsen noch gar nichts war verglichen mit dem Job, den ein Arzt jeden Tag zu erledigen hat. Willkommen in der herrlich chaotischsten Handy-Klinik von Manic Medic. Halbgott in weiß - Ein Job zwischen Leben und Tod Keine Angst, um die High-Scores in Manic Medic zu knacken braucht man weder ein Medizinstudium noch eine Engelsgeduld. Vielmehr sind schnelles Reaktionsvermögen, ein gutes Auge und vor allem flinke Finger auf der Handy-Tastatur gefragt, um sich in dem mobilen Krankenhaus nach oben zu arbeiten. Der Spieler schlüpft in die Haut eines jungen, aufstrebenden Arztes, der sich in seinem großen Behandlungsraum mit einer nicht enden wollenden Armee an Patienten herumschlagen muss. Ungeduldig drängeln sich die „Opfer“ am Eingang und müssen zunächst auf eine der zahlreichen Liegen platziert werden. Wurde der Patient gebettet, muss er zunächst mit Blumen oder einem Teddybären beruhigt werden, um anschließend eine oder mehrere Diagnosen über sich ergehen zu lassen. Hat der Doc die Krankheitsursache ausfindig gemacht, gilt es, die passende Behandlung einzuleiten. Freudestrahlend verlässt der Patient die Klinik; die Liege kann für den nächsten hergerichtet werden. All diese Arbeitsschritte müssen vom Spieler unter enormen Zeitdruck durch das Drücken von Tasten in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet werden. Das hört sich zunächst einfach an. Sobald aber mehrere Patienten gleichzeitig in Behandlung kommen, artet das Ganze in ein herrlich witziges Chaos aus, in dem man nur allzu gerne die Übersicht verliert. Routiniertere Ärzte dürfen sich an höheren Schwierigkeitsgraden und neuen Spielmodi ausprobieren. Im „Überlebensmodus“ werden zum Beispiel nur eine bestimmte Anzahl an Todesfällen geduldet – mindestens genauso spaßig wie makaber. Grafisch setzt Manic Medic auf altbewährte Bitmaptechnik, die aber absolut überzeugend in Szene gesetzt ist. Die Animationen der Charaktere sind einfach zum Schießen - egal, ob sich nun ein gebrechliches Mütterchen auf die Liege schleppt, oder der Doc, bewaffnet mit einer überdimensionalen Spritze, tollpatschig zum zitternden Patienten jagt. Akustisch wird leider nur Standardkost geboten. Abgesehen von einer stimmigen Titelmelodie herrscht während der Behandlung absolute Stille, die nur durch das obligatorischen „Pling“ nach erfolgreichen Aktionen unterbrochen wird. Ich gehe gerne ins Krankenhaus Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt unter das Messer des Manic Medics geraten möchte, kann ich mich dem spaßigen Trip ins Krankenhaus nicht entziehen. Obwohl Handy-Spielern das Spielprinzip bereits aus Diner Dash bekannt ist, macht es einfach unheimlich viel Spaß, den Überblick über das Chaos im Behandlungszimmer zu behalten. Interessante Neuerungen wie Doppeldiagnosen, Trostpflaster oder der Überlebensmodus sorgen für stundenlangen Spaß. Mein Tipp: Weißen Kittel anziehen und ab in die Klinik! | ![]() |
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