Darkest Fear: Grim Oak - Fürchte die Dunkelheit
02.04.2006

Als Dämonenjäger auf der Spur einer düsteren Verschwörung – Gänsehaut auf dem Handy?


Man muss nur den Fernseher einschalten: Egal ob Charmed, Buffy oder John Sinclair – Dämonenjagen scheint zur Zeit richtig angesagt zu sein. So schickt uns Rovio Mobile nun schon zum zweiten Mal in eine verfluchte Stadt voller Schattenwesen.

Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei Darkest Fear: Grim Oak um eine clevere Mischung aus Adventure und Knobelei. Als Dämonenjäger Thomas müsst ihr einer geheimnisvollen Verschwörung in einem dämonischen Kloster auf die Spur kommen.

Aus einer Vogelperspektive erkundet ihr eine verfluchte Stadt, die für ein Handyspiel ungemein weitläufig ausgefallen ist. Ihr sprecht mit verängstigten Bewohnern, sammelt Hinweise und Beweise, treibt so die spannende Story voran und bringt nach und nach Licht ins Dunkel.

Licht und Dunkelheit dürfen in diesem Zusammenhang ruhig wörtlich verstanden werden, stellen sie doch die zwei wesentlichen Spielelemente des Titels dar. Dunkle Ecken und Räume werden von Dämonen heimgesucht, sodass diese Bereiche für unseren Helden Sperrzone sind. Nur durch das Sammeln von Taschenlampen, das clevere Platzieren von Öllampen und durch Umstecken von Kerzen verschafft er sich Zugang zu vorher unerreichbaren Levelabschnitten. Das hört sich vielleicht ein wenig seltsam an, spielt sich aber in der Praxis als witzige und teilweise recht umfangreiche Knobelei. Sie gleicht die Abwesenheit blutiger Ballereien mehr als notwendig aus.


Ausgestattet mit einem riesigen Inventar sacken wir zudem alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist, um es zu einem späteren Zeitpunkt nutzbringend einzusetzen. Einen Schlüssel mit einem Magneten aus dem Gulli fischen, Kisten auf Schalter schieben und Objekt A an Platz B bringen stellen nur einen kleinen Ausschnitt der Aufgaben dar. Technisch haut die Vogelperspektive nicht unbedingt vom Hocker. Der Stadt merkt man sofort an, dass sie aus einem Baukasten zusammengewürfelt wurde. Die Protagonisten, egal ob lebend oder untot, wirken etwas krümelig und viel zu klein, um mit Details prahlen zu können. Die musikalische Untermalung ist herrlich gruselig ausgefallen, die Soundeffekte enttäuschen durch weitgehende Abwesenheit.

Spannender Horror-Trip

Mit Grim Oak ist es bewiesen – eine Dämonenjagd muss nicht zwangsläufig in eine Metzelorgie ausarten, um für Unterhaltung zu sorgen. Die spannende Story, das innovative Spiel mit Licht und Schatten und der enorme Umfang sprechen für den Titel. Leider fühlen sich Anfänger in der recht großen Welt ein wenig verloren und schießwütige Buffy-Fans werden wohl auch enttäuscht werden.
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196 Darkest Fear: Grim Oak

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199 Darkest Fear: Grim Oak

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